Volles Haar durch
Haartransplantation

Behandlungsbereiche

Häufig gestellte Fragen

Mögliche Behandlungsbereiche und FAQ

Infos rund um die Eigenhaartransplantation

Bei einer Haartransplantation werden bestehende Haare meistens aus dem Haarkranzbereich am Hinterkopf, dem Spenderareal entnommen und in das jeweilige Empfängerareal eingesetzt. Es handelt sich also um eine Umverteilung der eigenen bestehenden Haare. Dabei sind die Haare am hinteren Haarkranz durch die hier fehlende Wirkung des männlichen Hormons Testosteron gegen den erblich bedingten Haarausfall geschützt, auch nachdem sie versetzt worden sind. Die transplantierten Haare bleiben somit lebenslänglich im Empfängerareal bestehen.

Die Dichte an Haarfollikeln am Hinterkopf, also an sogenannten Transplantaten beträgt durchschnittlich ca. 80/cm2, insgesamt etwa 16.000. Von diesem „Angebot“ können insgesamt ca. 35% entnommen werden, ohne, dass am Hinterkopf sichtbare „lichte“ Stellen entstehen. Somit stehen pro Patient insgesamt ca. 5000-6000 Transplantate für die gesamte Lebenszeit zur Verfügung. Es sollte immer darauf geachtet werden, nicht zu viele Haarfollikel zu entnehmen, da dies zu sichtbaren Defekten im Haarbild führen kann.

Insbesondere ist bei der Planung einer Haartransplantation darauf zu achten, dass der Haarausfall auch zukünftig möglicherweise weiter voranschreitet, woraus sich spätere neue Lücken im Haarbild entwickeln können. Um auch diese erfolgreich mit einer Haartransplantation füllen zu können, kann es sinnvoll sein, sich eine entsprechende „Reserve“ im Spenderareal zu verwahren.

Leider wird bei rein kommerziell ausgerichteten Anbietern im In- und Ausland des öfteren dieser Aspekt vernachlässigt. Man sollte sich nicht auf unseriöse Versprechnungen über ein nur kurzfristig zufriedenstellendes Behandlungsergebnis einlassen, sondern sich hierzu professionel durch eine/-n anerkannte Haarchirurgen beraten lassen.

Um den aktuellen Bedarf und die Möglichkeiten der Haatransplantation zu objektivieren verwenden wir die international anerkannte Skala von Hamilton-Norwood, bei der das Ausmaß des Haarausfalles auf einer Skala von 1-7 eingeteilt wird. Hieraus läßßt sich auch der zukünftige Bedarf an Transplantaten abschätzen. Dies wird Frau Dr. Hortling mit Ihnen besprechen und eine entspreched nachhaltige Planung des Vorgehens vornehmen.

Auch im Bereich des Empfängerareals ist eine genaue Planung notwendig. Dies betrifft sowohl die Ausrichtung der zu implantierenden Haarfollikel als auch die maximale Dichte. Um die Durchblutung im Empfängerareal nicht zu stören können etwa 30-40 Transplantate pro cm² eingesetzt werden, wobei ein Transplantat durchschnittlich 2-3 einzelne Haare trägt. Bei einer höheren Implantationsdichte kann der Blutfluss der Haut derart gestört werden, dass die empfindlichen Haarwurzeln absterben. Daher planen wir auch hier eher vorsichtig und konservativ, um auch ein langfristig gutes und nachhaltiges Ergebnis zu erreichen. Ggf. kann zu einem späteren Zeitpunkt auch noch eine Verdichtungsbehandlung vorgenommen werden, wenn noch entsprechde Mengen an Spenderfollikel im Hinterkopfbereich zur Verfügung stehen.

Die Kosten der Behandlung können sich je nach gewählter Methode, der Menge an erforderlichen Transplantaten (Grafts) und der gewünschten Behandlungsareale deutlich unterscheiden. Graftpreise, also Kosten pro Transplantat können eine preisliche Orientierung geben, sie lassen aber keine zuverlässige Vergleichbarkeit zu, da von Anbieter zu Anbieter die Definition, was als „Graft“ zählt sich zum Teil deutlich unterscheidet.

Mögliche Behandlungsbereiche Haartransplantation

Androgenetischer Haarausfall

Dieser tritt bei gesunden Männern und Frauen auf. Fast 60% aller Männer und ca. 20% aller Frauen sind vom erblich bedingtem Haarausfall betroffen.

Es ist eine „vererbte Anlage“, die oftmals bereits in der Familiengeschichte vorgekommen ist. Der vererbte Haarausfall kommt bei Frauen wesentlich seltener vor, als bei Männern. Der Auslöser ist aber derselbe: das Sexualhormon Testosteron. Dieses männliche Androgen gelangt durch den Blutkreislauf zu den Haarwurzeln, wo es sich anlagert und in das für Haarausfall verantwortliche Dihydrotestosteron verwandelt. Die Haarwurzel wird hierdurch unwiderruflich geschädigt.

Charakteristischerweise lichtet sich das Haarbild im Oberkopfbereich soweit, dass typische Kahlstellen (bei Männern Geheimratsecken oder Tonsur genannt) oder bei Frauen ein lichter Oberkopf auftreten. Das Haar im sog. Kranzbereich am Hinterkopf ist davon nicht betroffen und bleibt lebenslang erhalten.

In diesen Fällen stellt die Haartransplantation eine wirksame und dauerhafte Gegenmaßnahme dar.

Augenbrauen

Narben nach Unfällen oder verloren gegangener Haarwuchs im Augenbrauenbereich (z.B. durch zu aggressives Zupfen) führen zum Verlust der natürlichen Augenbrauenhaare.

Auch genetisch bedingt fehlendes oder schwaches Wachstum der Augenbrauenhaare können behandelt werden.

Detailliert geplante Augenbrauenhaarlinien können mittels Eigenhaartransplantation wiederhergestellt werden. Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Form der Augenbrauen sowie die sehr diffizile Wuchsrichtung werden sorgfältig berücksichtigt.

Bart

Ein dichter und schöner Bart ist ein Merkmal für Männlichkeit und ist heutzutage häufig zu sehen.

Männern, die sich ein dichteres Barthaarwachstum oder eine Vervollständigung des Bartbildes in bestimmten Bereichen wünschen, können dies sicher und schonend mit der Eigenhaartransplantation erreichen.

Haare vom Hinterkopf werden an die gewünschten Stellen im Gesichtsbereich unter Berücksichtigung der besonderen Wuchsrichtung der Barthaare eingepflanzt und können zu einem dichten Bart werden.

Narben

Haarlose Areale auf dem Kopf können zusätzlich auch durch Narben nach Verletzungen, nach Operationen, nach Verbrennungen oder Verätzungen, sowie nach Bestrahlungen oder in Folge verschiedener Hauterkrankungen auftreten.

Dabei werden die Haarwurzeln unwiederbringlich geschädigt oder zerstört.

Die Eigenhaartransplantation ermöglicht auch in diesen Fällen erneuten Haarwuchs in den betroffenen Bereichen.
Die narbigen und stigmatisierenden Areale können mit der Eigenhaartransplantation schonend und ohne große Operation nahezu unsichtbar gemacht werden.

Häufig gestellte Fragen

Für wen eignet sich eine Haartransplantation?

Patienten mit erblich bedingtem Haarausfall, der sog. Androgenetischen Alopezie, aber auch speziellen Ursachen wie Narben oder nach Operationen.

Wachsen NEU verpflanzte Haare mit?

Ja, die „neuen Haare“ wachsen genau wie Ihre anderen Haare.

Was kostet mich eine Haartransplantation?

Das ist abhängig von der Anzahl der Transplantate.

Woher kommt das zu transplantierende Haar?

Die Haarentnahme erfolgt aus dem so genannten Kranzbereich am Hinterkopf. Das ist der Bereich auf dem Hinterkopf, der gegen Haarausfall immun ist. Einmal von dort transplantiert können diese Haare ein Leben lang weiter wachsen.

Können verpflanzte Haare abgestoßen werden?

Nein, es sind Ihre körpereigenen Haare, die vom Körper nicht abgestoßen werden.

Habe ich Schmerzen nach der Behandlung?

Bei der FUT entstehen an der Entnahmestelle ein vorübergehendes Spannungsgefühl und leichter Wundschmerz. Bei der FUE Technik treten kaum Schmerzen auf.

Können auch Frauen behandelt werden?

Frauen mit androgenetischem Haarausfall können genauso wie Männer mit gutem Erfolg behandelt werden.

Ich habe eine Narbe auf dem Kopf, auf der keine Haare wachsen. Was kann ich tun?

Narben im behaarten Kopfhautbereich können sehr gut mittels einer Eigenhaartransplantation völlig versteckt werden. Wir beraten Sie gerne.